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MÜSELIWEG
best architects 19

Das Projekt entwickelt sich aus einer präzisen Modulation im Schnitt zwischen Tal- und Hangseite. Die topografische Differenz wird nicht nivelliert, sondern räumlich artikuliert und zum ordnenden Prinzip erhoben. Daraus entsteht ein vertikal verschränktes Raumkontinuum, das über mehrere Ebenen hinweg differenzierte Sequenzen ausbildet. Zentrum dieser räumlichen Disposition ist die hohe Wohnhalle. Ein grossformatiges Fenster öffnet den Raum gezielt zur Linde und bindet den diese als zentrales Element mit ein. Der Baum fungiert als räumlicher Fixpunkt und verankert die innere Organisation im landschaftlichen Kontext.

Auf kompakter Grundfläche verdichten sich unterschiedliche Raumcharaktere: fliessende Übergänge stehen im Dialog mit klar gefassten Nischen. Höhenver-sätze, Blickbezüge und Durchdringungen erzeugen eine plastische Raumwirkung, die weniger additiv als vielmehr skulptural gedacht ist.

Materialseitig wird diese Komplexität durch einen durchgängigen, eingefärbten Kalkputz zusammengeführt. Als lebendige Oberfläche über Wände und Decken formuliert er die monolithische Anmut und betont die Geometrie. Licht wird weich reflektiert und verstärkt die Tiefenwirkung der Räume.

Im Kontrast dazu differenzieren die Bodenbeläge die einzelnen Zonen: Zementplatten in variierenden Farbtönen, unterschiedliche Parketthölzer sowie Naturstein auf den Treppen präzisieren die jeweilige räumliche Situation. So entsteht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen formaler Einheit und materieller Vielschichtigkeit.

Baujahr             2013/16

Bauherrschaft   Privat

Architektur        SchmidSchärer Architekten, Zürich

Putzgestaltung  wrkstadt Architektur und Handwerk, Volketswil

Fotografie         SchmidSchärer Architekten, Zürich

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